Diagnose RSI-Syndrom

RSI-Syndrom: was ist das?

rsi-syndrom: verspannung arbeit mausIn der heutigen Arbeitswelt sind Computer ein wichtiger Bestandteil des Alltags geworden. Entsprechend sitzen wir viele Stunden des Tages mit relativ wenig Bewegung. Der Blick bleibt starr auf den Monitor gerichtet, die Arme liegen abgestützt auf dem Bürotisch und verrichten ihr Tipp- und Maus-Klick-Werk. Echte Abwechslung sieht anders aus. Dazu kommt: unsere Körperhaltung ist nicht immer die natürlichste. Der menschliche Bewegungsapparat ist nicht dafür gedacht, über mehrere Stunden eine Maus von links nach rechts zu bewegen und stundenlang auf einer Tastatur zu arbeiten. Von der mangelnden Bewegung an sich ganz zu schweigen. Wenn über kurz oder lang Schmerzen in Händen, Armgelenken, den Armen, Nacken oder Schultern auftreten, haben diese oftmals einen Namen: RSI-Syndrom. Das Kürzel RSI steht für das englische Wort Repetitive Strain Injury. Auf Deutsch also in etwa: Verletzung durch wiederholte Beanspruchung/Belastung. Der Name nennt bereits die Ursache der Beschwerden: wer über Monate und Jahre regelmäßig dieselben, eintönigen Bewegungsabläufe vollführt, kann an einem RSI-Syndrom erkranken.

rollenmaus alltagDas RSI-Syndrom ist eine medizinisch anerkannte Krankheit. Das typische Beschwerdebild umfasst:

  • Nackenschmerzen
  • Schulterverspannungen
  • Beschwerden im Arm
  • Schmerzende(s) Handgelenk(e)
  • Hand- und/oder Fingerbeschwerden.

Diese Beschwerden müssen keinesfalls alle gleichzeitig auftauchen. Jeder Bereich für sich kann bereits als RSI-Syndrom klassifiziert werden und erfordert eine Umstellung der Bewegungsabläufe.

Wodurch werden die Beschwerden eines RSI-Syndroms hervorgerufen und wie kann man sie lindern?

An einem RSI-Syndrom kann prinzipiell jeder erkranken, der immer wieder denselben Bewegungsabläufe ausgesetzt ist. Das kann beim Tennis- oder Golfspielen passieren (oft spricht man dann von einem Tennis- oder Golferarm) oder bei der abwechslungsarmen Arbeit am PC. Nun können viele von uns nicht einfach den Beruf wechseln und der PC-Arbeit aus dem Weg gehen. Es ist aber nicht alleine die Wiederholung von Bewegungsabläufen, die Probleme bereitet. Ein großer Anteil für die Schmerzen ist darüber hinaus:

  • unnatürliche und damit ungesunde Bewegungsabläufe
  • Eintönigkeit.

Und damit haben wir sogleich zwei Themen, die uns bei dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen helfen.

Unnatürliche Bewegungsabläufe vermeiden

Es gibt gleich eine Vielzahl von Fehlern, die Millionen Menschen tagtäglich beim Arbeiten am Bildschirm machen:

  • Falsche Arm- und Handgelenkshaltung:
    • verdrehter unterarmeine Standardmaus sorgt leider dafür, dass sich die beiden Unterarmknochen kreuzen. Das führt zu einer erhöhten Belastung im Handgelenk und kann u. A. zur Reizung der Sehnenscheiden führen. Außerdem nutzen wir unsere Hände nur einseitig, so muss bspw. eine Hand die gesamte „Mausarbeit“ verrichten. Das kann sich auf mehrere tausend Klicks pro Arbeitstag summieren. Abhilfe schafft hier eine ergonomische Maus.
    • angewinkelte handgelenkeeine Standardtastatur ist ebenfalls nachteilig. Beide Handgelenke müssen zum Tippen unnatürlich angewinkelt werden. Außerdem haben viele Tastaturen keine weiche Handauflagefläche. Die Arme scheuern oft über eine Tischkante und werden zusätzlich gereizt. Hier finden sich empfehlenswerte, ergonomische Tastaturen (Amazon-Link).
  • Falsche Sitzhaltung ohne Abwechslung
    • der Mauszeiger wird über eine Hand gesteuert, sodass die Schulter nur einseitig betätigt wird. Hinzukommt eine sitzende Tätigkeit mit einer buckeligen Rückenhaltung.
    • Tisch, Stuhl und Monitor sind nicht gut aufeinander eingestellt, mit dem Effekt einer unnatürlichen Körperhaltung. Behält man diese Körperhaltung über den ganzen Tag, sind Nacken- und Rückenverspannungen unvermeidlich

Ende der Eintönigkeit!

Noch wichtiger als die Vermeidung von ungesunden Armstellungen ist die regelmäßige Bewegung und das Schaffen von Abwechslung im Arbeitsalltag. Ziel muss es sein, den Körper, die Muskeln und Sehnen, zu stimulieren. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen:

  • Ein höhenverstellbarer Tisch hilft, dass sowohl sitzend als auch stehend gearbeitet werden kann. Außerdem lässt sich die für jeden individuelle, optimale Tischhöhe einstellen. Es sollte im Tagesverlauf immer wieder zwischen sitzender und stehender Tätigkeit gewechselt werden.
  • Es ist eine gute, wenn auch ungewöhnliche Idee, mehrere Mäuse bzw. Maus-Modelle über den Tag verteilt zu benutzen. Es lassen sich problemlos mehrere Geräte via USB anschließen und dann abwechselnd nutzen. Warum nicht zwischen einer Rollstangenmaus, einer vertikalen Maus sowie einem Trackball hin- und hertauschen und so immer wieder für neue Reize sorgen?
  • Einfach mal den Arbeitsplatz verlassen und einen Spaziergang einlegen sollte zu einem täglichen Ritual werden. Das kann auch gerne mit Arbeit verbunden werden: suche das persönliche Gespräch, statt eine Email zu schreiben! Der Weg dorthin entlastet die geplagten Armgelenke und sorgt für Bewegung
  • Weiche Therapiebälle (Amazon-Link) oder auch ein Spinner (Amazon-Link) sind einfache Möglichkeiten, Sport am Schreibtisch zu betreiben. Handgelenk und Arm werden hierdurch trainiert, zusätzlich durchblutet und erfahren eine dankbare Abwechslung zum langweiligen Klick- und Tippalltag.

Diagnose Karpaltunnelsyndrom

Welche ergonomische Maus bei einem Karpaltunnelsyndrom?

karpaltunnel

Wer von seinem Arzt die Diagnose Karpaltunnelsyndrom (kurz KTS) bekommen hat, wird sich automatisch fragen, wie er seinen (Arbeits-)Alltag sinnvoll verändern kann. Menschen mit einem klassischen Bürojob verbringen oft viele Stunden täglich vor dem Monitor. Eintönige, sich wiederholende Arbeit mit Tastatur und Maus kann über kurz oder lang zu Beschwerden führen. Neben Verspannungen in Nacken oder Rücken, schmerzen im Finger (der sogenannte Mausfinger) und einer Sehnenscheidenentzündung ist das Karpaltunnelsyndrom einer der Klassiker unter den Arbeitserkrankungen.

Was ist ein Karpaltunnel und was fehlt ihm?

Das Handgelenk und die Hand im Ganzen ist ein hochkomplexes Gebilde Continue reading